KiTa Rheinsbergring - Pädagogische Strategien  

1. Sanfte Intervention: WARTEN und BEOBACHTEN in respektvoller Distanz

 

zum Beispiel …

  • lassen wir die Kinder in der Frühstückssituation nicht alleine. Hier beobachten wir und trauen ihnen zu, selbst ihren Kakao einzuschütten oder ihr Brot zu schmieren.

  • beim an- und ausziehen warten wir ab, wie weit die Kinder es schon alleine schaffen.

  • greifen wir nicht ein, bevor ein Kind Hilfe erbeten hat.

  • warten wir bei Konflikten ab, ob die Kinder eigene Lösungsmöglichkeiten finden.

Für uns ist es wichtig, die Kinder immer wieder zu ermutigen, auch evtl. zu unterstützen, wenn sie sich begeistert einer neuen Aufgabe stellen. Durch eine sanfte Intervention wird das kindliche Erfahrungslernen erweitert.

 
 
 
2. Kontextsensitivität: Den kindlichen Kontext kennen und fähig sein, frühere Erlebnisse des Kindes mit einzubeziehen, damit Lernprozesse an Erfahrungen anknüpfen können

 

zum Beispiel …

  • durch Elterngespräche (Aufnahmegespräche, Eingewöhnungsgespräche, Elterncafé, Entwicklungsgespräche, Tür-Angel-Gespräche, …). Eltern sind die Experten ihrer Kinder. Durch einen guten Austausch mit ihnen, erfahren wir eine Menge über ihre Kinder.

  • beim Frühstück und/oder gemeinsamen Mittagessen.
    Die Kinder unterhalten sich gerne beim Essen mit anderen Kindern und mit uns. Hier erfahren wir eine Menge von ihnen, in dem wir Gespräche aufgreifen, interessiert Nachfragen und den Kindern gut zuhören.

  • beim wöchentlichen Morgenkreis mit Erzählrunde.
    Hier hören wir den Kindern aufmerksam zu, um zu erfahren, was sie beschäftigt und interessiert.

  • durch das Familienbuch.
    Hier erfahren wir anhand der Erzählungen der Kinder, viel über sie.

 
 
 
3. Zuwendung durch physische Nähe und Mimik und damit Bestätigung (Affirmation) des Kindes.

 

zum Beispiel …

  • die Kinder angucken beim Sprechen.

  • auf gleicher Höhe mit dem Kind sein.

  • mit dem Kind sprechen (Signal: ich bin in deiner Nähe).

  • trösten (z.B. das Kind auf den Arm nehmen).

  • mit den Kindern rum albern, durch kitzeln oder auch mal quatsch machen.

Durch Mimik und Gestik signalisiere ich meine Verbundenheit mit dem Kind. Hieran kann das Kind erkennen, dass ich interessiert an ihm und seinem Tun bin.

 
 
 
4. Das Kind ermutigen, zu wählen und selbst zu entscheiden.

 

zum Beispiel …

  • beim Frühstück selber zu entscheiden, was gegessen wird

  • beim basteln zwischen versch. Materialien aussuchen zu können

  • den Spielpartner selber aus zu suchen

  • die Spieldauer selber zu bestimmen

Hierbei ist uns wichtig, dass das Wahlangebot die Kinder nicht überfordert. Es sollte immer die Möglichkeit erhalten, sich entscheiden zu können. Auch wenn die Entscheidung nur zwischen zwei Sachen gefällt wird.

 
 
 
5. Das Kind dabei zu unterstützen, angemessene Risiken einzugehen.

 

zum Beispiel …

  • beim Turnen, die Kinder ausprobieren lassen (z.B. wie schaukel ich auf einem Baustein, ohne umzufallen)

  • am Mal- und Basteltisch ( z.B. der Umgang mit Schere und Prickelnadel)

  • der Umgang mit Feuer (z.B. wie zünde ich eine Kerze an)

Wichtig ist uns hierbei, angemessene Risiken einzuhalten und was kann ich welchem Kind zu trauen.

 
 
 
6. Das Kind ermutigen, etwas zu tun, was den Erwachsenen im Ablauf selbst unklar ist. Das Kind bei diesem Experiment begleiten.

 

zum Beispiel …

  • für uns oft nicht zu verstehende Handlungen und Abläufe zulassen (z.B. Kinder setzen den Waschraum unter Wasser)

  • neue Rahmenbedingungen machen, obwohl sie erst einmal für uns nicht sinnvoll erscheinen (z.B. Klebeflaschen mit Kleister zu füllen, statt mit teurem Kleber)

Hierbei ist uns wichtig, den Kindern Möglichkeiten zu schaffen, ihre Experimente fortzuführen.

 
 
 
7. Wissen, dass die Haltung und die Einstellung des Erwachsenen das Kind beeinflussen.

 

zum Beispiel …

  • übervorsichtiges Agieren beim Turnen (z.B. halte ich ein Kind beim klettern fest, weil ich selber Angst vor Höhe habe)

  • beim Essen (z.B. sage ich, bevor ich überhaupt probiert habe, dass schmeckt nicht)

  • drücke ich Angst oder Abscheu, bspw. gegenüber Spinnen aus

Wichtig ist uns hierbei, dass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen können.

 
 
8. Der Erwachsene zeigt, dass er und das Kind im Lernen Partner sind.

 

zum Beispiel …

  • dem Kind zeigen, dass man interessiert ist an seinem Thema und dieses gemeinsam mit ihm erschließt

  • dem Kind Wege zum Lernen aufzuzeigen (z.B. wo kann ich mir Hilfe holen)

  • dem Kind gegenüber auch zugeben, wenn man etwas nicht weiß oder kann

Wichtig ist uns hierbei, dass die Kinder erfahren, dass es nicht darauf ankommt alles zu wissen. Sondern, welche Hilfsmittel und Möglichkeiten gibt es, um es mir anzueignen.

 
 
 
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